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Presse & News: 2020

Das Hebammennetzwerk Kempten-Oberallgäu nimmt seine Arbeit auf

Es ist vollbracht! Nach längerer Planungsphase hat das Hebammennetzwerk Kempten-Oberallgäu seine Arbeit aufgenommen. Was vor Jahren vom bayerischen Hebammen Landesverband in Kooperation mit Gesundheitsministerin Melanie Huml geplant wurde, ist im Allgäu nun Realität. Das Hebammennetzwerk Kempten-Oberallgäu ist nur eines von mehreren Hebammennetzwerken oder Koordinationsstellen in Bayern. Der Aufbau regionaler Netzwerke ist Teil umfangreicher Maßnahmen, um dem Hebammenmangel in Bayern zu begegnen.


Angesiedelt ist das Projekt beim Kinderschutzbund Kempten. Auf der Suche nach einem geeigneten Träger folgte man Pilotprojekten, die diese Kooperation bereits erfolgreich umgesetzt hatten. „Wir freuen uns sehr, dass wir als Projektträger des Hebammennetzwerkes unseren Beitrag zur Stärkung von Familien in diesem Bereich leisten können,“ so Melanie Korthaus, Vorstand des Kinderschutzbundes Kempten e.V.


Das Hebammennetzwerk unterstützt die Vernetzung der Hebammen und dient Frauen, die eine Hebamme suchen als zentrale Informations- und Kontaktplatform. Hier werden Anfragen angenommen und die Suche nach einer wohnortnahen Habamme unterstützt. 


Umgesetzt wurde das Projekt in Zusammenarbeit der Stadt Kempten und des Landkreises Oberallgäu, mit einer Projektlaufzeit von drei Jahren und einem Budget von zirka 100.000 EURO/Jahr, abhängig von den Geburtenzahlen. „Wir haben mit der Netzwerkstelle einen zentralen Anlaufpunkt für werdende Mütter sowie Hebammen geschaffen, um die Zusammenarbeit der Hebammen untereinander zu stärken und bestmöglich zu koordinieren. So können wir Frauen eine ausreichende Hebammenversorgung bieten,“ so Thomas Baier-Regnery, Leiter des Referates Jugend, Schulen und Soziales der Stadt Kempten.


Unter Leitung von Ingrid Notz, Kreissprecherin der Allgäuer Hebammen, startete die Arbeit des Netzwerkes im Januar. Das Projekt wird kontinuierlich vorangebracht und steht ratsuchenden Schwangeren und Familien zur Verfügung. „Wir wollen mit diesem Netzwerk die Versorgung in der Region im Bereich Geburtshilfe und Wochenbett verbessern, um damit auch bei kurzfristigen Anfragen den Bedarf bedienen zu können,“ so Ingrid Notz.


Langfristig möchte das Netzwerk zudem einen Bereitschaftsdienst für Frauen aufbauen, die keine Hebamme gefunden haben. Wochenenddienstpläne, Urlaubsvertretungen und Weiterbildungen für die Hebammen in der Region stehen als weiteres Ziel auf dem Plan. Bis März wurden die kommunikationstechnischen Voraussetzungen für die digitale Vernetzung geschaffen und erste Fortbildungen organisiert.


Aufgrund der Covid 19 Pandemie war die Aufbauarbeit des Hebammennetzwerkes danach geprägt von der Informationsweitergabe zu den geltenden Schutzmaßnahmen für die Hebammen und der Materialbeschaffung geeignater Schutzausrüstung. Zudem ist das Hebammennetzwerk direkter Ansprechpartner der Hebammen für das Gesundheitsamt. Hier waren die bislang geschaffenen Kommunikationswege sehr hilfreich. 


Das Hebammennetzwerk ist wie folgt zu erreichen:


Tel: 0173-5649365 Di von 08 – 12 Uhr und Do von 10 – 14 Uhr


Mail: [email protected]


Zur Person:


Ingrid Notz ist seit März 1996 Hebamme und seit Oktober 1998 freiberuflich tätig. In Ihrer Funktion als Kreissprecherin der Allgäuer Hebammen setzt sie sich seit 2014 für die verschiedensten Belange der Hebammen in der der Region ein. Ihr besonderes Engagement gilt dabei der Stärkung des regionalen Zusammenhaltes der Hebammen sowie deren Weiterbildung und Vernetzung. Seit Januar 2020 baut Ingrid Notz das Hebammennetzwerk für den Raum Kempten-Oberallgäu im Rahmen einer Halbtagsstelle auf.


 




Aktivitäten in der Corona Zeit

Der Kinderschutzbund Kempten- Aktiv auch in der Corona Zeit


Es ist eine schwierige Zeit, die wir gerade erleben. Geschlossene Schulen, Horte und Krippen. Kinder, die ihre Freunde und Klassenkameraden nicht treffen können und Eltern die einen Spagat zwischen beruflicher Verpflichtung, Heimunterricht und Kinderbetreuung schaffen müssen. Auch im Kinderschutzbund Kempten ruhen seit dem 16. März, entsprechend der geltenden Verordnung, die Betreuungsangebote. Gerne hätte der Verein eine Kinderbetreuung in diesen Zeiten aufrecht erhalten, es ist aber gesetzlich nicht möglich. Dennoch bietet der Verein vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten für Familien mit Kindern. Trotz eingeschränkter Bürozeiten und Besuchsverbot wird jede Nachricht Hilfesuchender beantwortet. Beratung von Familien in Krisensituationen, Fragen bei der Organisation des Heimunterrichts, Babysitter Anfragen oder nur ein aufbauendes Gespräch für Erziehende, bei denen die Kraftreserven schwinden, diese Hilfestellung bietet der Kinderschutzbund. „Wir möchten auch in der Corona-Zeit für Hilfesuchende da sein, um ein Mindestmaß an Unterstützung zu bieten, damit Familien möglichst gut durch diese schwierige Zeit begleitet werden,“ so Melanie Korthaus, Vorstand des Kinderschutzbundes Kempten e.V. Ausgangsbeschränkung, Kontaktverbot und geschlossene Spielplätze stellen insbesondere für Familien mit vielen Kindern eine besondere Herausforderung dar. Der häuslichen Enge zu entfliehen, um Konflikte zu vermeiden, ist angeraten. Man muss kreativ eine Nische suchen, um den Kindern den dringend nötigen Bewegungsfreiraum zu bieten, ohne gegen die Verordnungen zu verstoßen. Ein Spaziergang an der Iller, Eiszapfensuchen im Park oder die Fahrradtour auf dem Radwanderweg sind erlaubt und notwendig. Unter Einhaltung der Abstandsregel können Familien auf diesem Weg einen Ausgleich zu den vielen Einschränkungen finden.


 




Freude über die großzügige Spende

Grundlage für den Tobekeller ist gelegt!


Träumen kann man doch, so das Credo der Kinder und Mitarbeiter im Kinderschutzbund Kempten e.V. Das neue Domizil in der Memminger Straße birgt Möglichkeiten, die genutzt werden wollen. Nachdem das Team des Architekturbüros Tschuschke in einer einmaligen Hauruck-Aktion den Umbau und damit den Umzug des Kinderschutzbundes Kempten e.V. in die Räume in der Memminger Straße im letzten Jahr gesichert hat, wurden die Architekten erneut für den Kinderschutzbund tätig. Die großzügige Kellerfläche soll in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft zu einem Tobe- und Bewegungsraum ausgebaut werden. Den Grundstein für die Antragstellung und die Genehmigung einer solchen Nutzung, legten die Architekten mit ihrer Arbeit bezüglich der Tektur. Großartig, dass die Architekten ihre Leistung dem Kinderschutzbund in Form einer Spende zukommen lassen. „Wir sind gerne tätig geworden, um die Antragstellung für den Bewegungsraum in die Wege zu leiten,“ so Bruno Tschuschke. Arbeits- und Sachleistung im Wert von fast 2.000 EURO erbrachte das Architekten Team. „Wir sind stolz auf Genehmigung des Projektes,“ so Melanie Korthaus vom Vorstand des Kinderschutzbundes Kempten e.V. Wir möchten hier ein Domizil schaffen, in dem sich alle Besucher, Kinder und Mitarbeiter wohl fühlen und das den Kindern auch in der kalten Jahreszeit eine Ausweichmöglichkeit zum Toben gibt.“ Fehlt zur Umsetzung der Träume noch die Finanzspritze. „Wir arbeiten daran, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, betont Karin Bartel, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, „und werden uns intensiv um die Spendenakquise für das Projekt kümmern, der Grundstein ist gelegt.“


 


Bildrechte: KSB Karin Bartelt


von links: Bruno Tschuschke, Architekt, Mathea, Nicole Ott Projektleiterin Offene Kinderbetreuung, Matilda, Charlotte und Melanie Korthaus, Vorstand Kinderschutzbund




Bilanz nach zwei Jahren Kooperation: Mission erfüllt!

Mitglieder des Unternehmernetzwerkes Allgäu (UNA) und Vertreterinnen des Kinderschutzbundes Kempten e.V. zogen eine positive Bilanz der zweijährigen Kooperation. Das Unternehmernetzwerk Allgäu unterstützen das Mittagskinderprojekt des Kinderschutzbundes Kempten e.V. Die Art der Unterstützung beschränkt sich keineswegs auf eine finanzielle Zuwendung des spendenbasierten Projektes, sondern beinhaltet viel mehr. Mit einem großen Maß an persönlichem Engagement der UNA Mitglieder konnten zahlreiche Ausflüge durchgeführt werden. So wurde das Freizeitprogramm für die Grundschulkinder um viele interessante Angebote bereichert. Die finanzielle Unterstützung des Unternehmernetzwerkes brachte dem Projekt 20.000 EURO über den Zeitraum von zwei Jahren, erlöst in verschiedenen Charity-Aktionen. „Wir haben unsere Mission erfüllt,“ so Michael Blanz vom Unternehmernetzwerk Allgäu. Ziel der Unterstützung war, das Projekt bekannter zu machen, mehr Aufmerksamkeit zu generieren, um so potentielle Geldgeber auf das bundesweit ausgezeichnete Projekt hinzuweisen. Bereits im Jahr 2015 wurde das Projekt vom Verein Startsocial unter der Schirmherrschaft von Kanzlerin Angela Merkel ausgezeichnet.


„Die Kooperation mit dem Unternehmernetzwerk Allgäu hat dem Projekt Miki einen echten Mehrwert gebracht,“ so Kerstin Huneke, Mitglied des Vorstandes im Kinderschutzbund und Projektverantwortliche. Derzeit sind alle Betreuungsplätz belegt. Für das Schuljahr 2020/21 werden noch Anfragen entgegengenommen. „Wir arbeiten kontinuierlich daran, das erfolgreiche Projekt mit Hilfe fester Sponsoren zu sichern,“ so Huneke weiter. Über die weitere Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Kempten e.V. wird UNA noch beraten. „Die Kinder sind uns wichtig und im Kooperationszeitraum sehr ans Herz gewachsen. Wir werden auch zukünftig einen engen Kontakt halten,“ so Julia Zwicker vom Unternehmernetzwerk Allgäu.


 


In dem Projekt Miki werden acht Grundschulkinder betreut, die einen speziellen Bedarf an Unterstützung benötigen, der in den Mittagsbetreuungen der Grundschulen nicht geleistet werden kann. Die Kinder kommen nach der Schule in die Betreuung in der Memminger Straße. Nach einer kurzen Regenerationsphase gibt es das gemeinsame, frisch zubereitete Mittagessen. In einer intensiven eins zu eins oder eins zu zwei Betreuung machen die Kinder mit den ehrenamtlichen Kräften des Kinderschutzbundes Hausaufgaben bevor verschiedene Freizeitangebote den Nachmittag beschließen.


Bild: Kooperation erfolgreich abgeschlossen.


Hinten v.l.: Kerstin Huneke (KSB), Michael Lang-Steudler (UNA), Tobias Schaber (UNA), Heiko Joos (UNA), Klaus Heining (UNA), Christian Pickert (UNA), Michael Blanz (UNA)


Vorne v.l.: Alexandra Gotzler (UNA) Julia Zwicker mit Paul (UNA), Thomas Kaiser (UNA)


Bild: Kinderschutzbund Kempten e.V. Regine Bücker




KSB Ehrenamtsfrühstück erstmals in der Memminger Straße

Großer Andrang in den Räumen des Kinderschutzbundes in der Memminger Straße. Der Kinderschutzbund Kempten e.V. hatte zum alljährlichen „Ehrenamtsfrühstück“ geladen. Eine schöne Tradition zum Jahresanfang, um anstehende Projekte zu besprechen und die Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren zu lassen. Das Treffen ist Wiedersehen, Kennenlernen, Erfahrungsaustausch und Projektplanung zugleich für alle Kräfte, die im Kinderschutzbund in den verschiedensten Bereichen tätig sind. Im Vordergrund standen jedoch der Dank und die Anerkennung der großartigen Leistung der ehrenamtlichen Kräfte, die für eine erfolgreiche Arbeit des Kinderschutzbundes unverzichtbar sind. Im vergangenen Jahr hat der Umzug des Vereins zusätzlich zur Projektarbeit viele helfende Hände gefordert. So dankte Melanie Korthaus vom Vorstand des Kinderschutzbundes für das Engagement aller Beteiligten mit der Aufforderung: “Genießt unser Frühstück in großer Runde nach der vielen Arbeit die hinter uns liegt.“ Alle Beteiligten waren sich einig, dass nach den umfangreichen teils fachfremden Tätigkeiten, die der Umzug mit sich brachte, in diesem Jahr wieder der Fokus auf der Projektarbeit liegt. Das Potential der großen Räume gilt es zu nutzen und mit Leben zu füllen. Bestehende Projekte kommen auf den Prüfstand, werden überdacht und modernisiert. Neue Angebote sollen ins Leben gerufen werden und derzeit ruhende Bereiche mit neuem Inhalt wieder auf den Weg gebracht werden. „Wir werden unserem neuen Standort Rechnung tragen und gemäß den Bedürfnissen, die unsere Besucher haben, ein attraktives Angebot bereithalten,“ so Karin Bartelt, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Kempten e.V.


 


Bild: Neu gestalteter Eingang zum Kinderschutzbund Kempten e.V.




FDP Vorsitzender Frank Häring überbringt Spende

Spende unterstützt den Kinderschutzbund


Frank Häring, Vorsitzender der FDP Kempten, überbrachte dem Kinderschutzbund eine willkommene Spende. Besucher des Glühweinstandes der FDP in Kempten spendeten bei einer heißen Tasse Glühwein für den guten Zweck. Anlässlich der Spendenübergabe konnte Frank Häring die neuen Räume des Kinderschutzbundes in der Memminger Straße 63 in Augenschein nehmen. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, Karin Bartelt, testete Herr Häring den Kicker in der Mittagskinder-Gruppe und schwelgte in Kindheitserinnerungen. Der Kinderschutzbund dankt allen Spendern!